Rocket Uppercut

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die zeigen, dass eine Band auf dem richtigen Weg ist. Wie bei ROCKET UPPERCUT. Bei der Regensburger Band haben sich die Zufälle schon so gehäuft, dass man an Zufall gar nicht mehr glauben mag. Beim zufälligen Googeln des eigenen Bandnamens entdeckt man sich auf den Playlists amerikanischer und britischer Indie-DJs, oder eine selbst gebrannte Promo-CD, die bei Manchesters größten Second Hand Plattenladen als Rarität für £20 als Rarität verkauft wird. Nach ihrem Support-Auftritt für die deutsche Indie-Rock-Legende Phillip Boa wurden ROCKET UPPERCUT in den Fanforen heißer diskutiert als der Hauptact. Und bei der Bandauswahl zum TOLLWOOD 2006 wurden sie von der Jury aus 210 Bewerbungen unter die 12 letzten und besten Bands gewählt. ROCKET UPPERCUT’s neuester Coup ist die Tatsache, dass es zwei ihrer Songs völlig ohne Zutun der Band auf die Playlist von Virgin Radio Extreme geschafft haben, zusammen mit Größen wie Placebo, Bloc Party oder The Bravery. All das zeigt, dass sowohl das Publikum als auch die Fachleute Interesse an ROCKET UPPERCUT haben, und dass die Band die richtige Richtung eingeschlagen hat.
Die vier Regensburger sehen sich nicht als Szene-Band, die sich beim Publikum anbiedern möchte. ROCKET UPPERCUT setzen auf verzerrte Gitarren, lauten Gesang und englische Texte. Die klassischen Elemente der Rockmusik eben, wie sie es von ihren Vorbildern aus den 60er und 70er Jahren sowie den bekannten Helden aus den glorreichen Tagen britischer Rockmusik gelernt haben. Diese Einflüsse übertragen ROCKET UPPERCUT gekonnt ins dritte Jahrtausend. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als „Indie-Noise-Rock.“ Das bedeutet die Verpflichtung zu lauten Gitarren und treibenden Beats, gepaart mit leicht abgedrehten Instrumentalteilen und Screamo-Attacken seitens der Sängerin – aber alles, ohne Melodie und Harmonie zu vernachlässigen. Die neuen Lieder werden zusätzlich durch den kontinuierlichen Einsatz einer „Schweineorgel“ unterstützt. Das verstärkt die Reminiszenz an den Garagensound der Beatgeneration.
Dass sie hiermit auf dem richtigen Weg sind, zeigt nicht zuletzt ihre Veröffentlichung auf dem britischen Label „Leaving Home Records.“ Aus der schier endlosen Bandgalerie auf „Myspace“ haben sich die Labelmacher Rocket Uppercut herausgepickt und sie zusammen mit „The Spells“ aus Birmingham auf Vinyl gepresst. Beide Bands steuern zwei Lieder zur 7“-Split-Single bei. Die Regensburger geben auf ihrer Hälfte mit „The Arrival“ und „Smashing on love“ so richtig Gas und beweisen damit, wie viel Kraft in ihnen steckt.
Auch die Reviews der einschlägigen Presse fallen durchweg positiv aus. Während schon die Debüt-EP „The First Takes“ (März 2005) durchgehend gelobt wurde, fällt die Resonanz für die neuen Songs noch begeisterter aus. Ein britischer Musikjour-nalist vergleicht ROCKET UPPERCUT gar mit dem Auftritt Sophia Lorens in „Der Knabe auf dem Delphin“, so pulsierend und „icon-making“ findet er den Sound aus Regensburg.
Doch ROCKET UPPERCUT haben Großes vor: Die bisher erzielten Erfolge würden vielleicht einem bescheidenen Gemüt reichen, um sich selbst mal kräftig auf die Schulter zu klopfen und sich selbst gezeigt zu haben, man könne es ja doch; ROCKET UPPERCUT hingegen wollen es der ganzen Welt zeigen, dass sie es können. Deshalb investiert die Band viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitung des ersten Longplayalbums „This Beautiful Tragedy.“ Schließlich erhofft man sich davon einen weiteren Erfolgsschub. Die Aufnahmen, die bereits im Januar in den ECHOLOTSTUDIOS unter der Regie von Alaska Winter und Bastian Keller begonnen haben, werden im August vervollständigt.
Mit der kompletten CD in der Hand geht es im Anschluss auf die erste zusammenhängende Tour, die ROCKET UPPERCUT in viele Metropolen Deutschlands und nach Wien führen wird. Auch das nicht deutschsprachige Ausland darf sich freuen: Nach der überaus positiven Rezeption des ersten UK-Release liegt der Schritt, sich auch jenseits des Ärmelkanals zu orientieren, nicht fern. Generell kann jeder mit dieser musikalischen „Drohung“ rechnen: „They’ll hit you with a ROCKET UPPERCUT.“
In late summer 2004, some young people from in an around Regensburg gathered to take over the world and formed a band. According to the noise they planned to make – straight forward and powerful – they decided to call ther group “Rocket Uppercut.”
After a few changes on the guitar, the current line-up was finally found. Rocket Uppercut are Bianca Haslbeck (voc), Kevin Ippisch (git), Markus Muehlbauer (bas) and Melanie Westermeier (drums). Influenced by bands from all corners of indie-rock, like The White Stripes, Sonic Youth, Oasis, Mando Diao, Ben Kweller and many more, they found their own specific style. Sweet melodies and rough chords on the guitar, accompanied or opposed by cute tunes or screamo-attacks from the vocals, always with a forwarding bass and drums full of beat, drive and pressure – you might say it’s like Blondie vs. The Hives, The Beatles vs. Sonic youth.
Their debut EP “The First Takes” elated critics all over Germany. Support offers for indie-heroes like Tokyo Sex Destruction, Spillsbury or Philipp Boa and the Voodoo Club proove Rocket Uppercut’s ability to meet the expectations uttered by the press and by themselves. In spring 2006 Rocket Uppercut are going to record some new songs for their first full album and take one more step towards stardom...
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